Synthethische Pflanzenvirologie

Die Arbeitsgruppe „Synthetische Pflanzenvirologie“ beschäftigt sich mit modifizierten Pflanzenviren, die es erlauben, gewünschte Proteine schnell und in großen Mengen herzustellen. Das Virus bewegt sich hierbei selbstständig durch die Pflanze, repliziert und produziert sowohl seine eigenen Proteine als auch Fremdproteine.

Da Pflanzenviren zusätzliche genetische Information innerhalb ihres Genoms tolerieren ohne dabei die eigenen Funktionen zu stören, werden sie immer häufiger zur hochleistungsfähigen Proteinexpression verwendet. Forschungsschwerpunkte sind hierbei die gleichzeitige Produktion mehrerer Proteine in den Pflanzen sowie die Verbesserung der Stabilität der Expressionsvektoren. Rekombinante Peptide und Proteine können auch mit dem Hüllprotein des Virus fusioniert werden und so als Bionanopartikel in vielfältigen Bereichen eingesetzt werden, wie z. B. als modulare Bausteine für zwei- oder dreidimensionale Strukturen, Impfstoffe, Bildgebungsverfahren, hybride Materialien und Peptid-Präsentationssysteme.